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juillet
10
août
- 05

ARTWiltz 2018: Drei Steinbildhauer in Residenz

Die Auflage 2018 der ARTWiltz kündigt sich an. Nach Birgit Knappe aus Berlin (2017) sind dieses Jahr eine Bildhauerin und zwei Bildhauer als Künstler in Residenz in die luxemburgische Ardennenhauptstadt eingeladen. Von Anfang Juli bis Anfang August werden der Niederländer Lukas Arons, die Belgierin Sandrine Brasseur und der Berliner Robert Schmidt-Matt im Wiltzer Simon-Park an ihren monumentalen Steinskulpturen arbeiten. Die fertigen Werke werden in den Besitz der Stadt Wiltz übergehen und vor Ort ihren festen Platz erhalten. ARTWiltz wird erneut im Auftrag der Culture Wiltz a.s.b.l. in Zusammenarbeit von COOPERATIONS und mediArt organisiert.

Lukas Arons, der seit 2004 in Schweden lebt und arbeitet und ebenfalls ein luxemburgisches Atelier im Künstlerkollektiv Sixthfloor in Koerich hat, wurde 1968 in Renkum (NL) geboren. Er hat an der Willem de Kooning Academy of Fine Arts in Rotterdam und an der Academy of Art and Design in ‘s-Hertogenbosch studiert und ist auf internationaler Ebene tätig. Seine Werke sind in Sammlungen im öffentlichen Raum und in öffentlichen und privaten Sammlungen in Schweden, den Niederlanden, Luxemburg, Italien und Russland vertreten.

Robert Schmidt-Matt ist 1954 in Berlin geboren, wo er auch heute lebt und arbeitet. Er hat an der Hochschule der Künste in Berlin studiert. Wie Lukas Arons hat er regelmäßig an Steinbildhauersymposien teilgenommen, zum Beispiel in Deutschland, der Türkei oder im Senegal. Er hat u.a. in München eine Gedenktafelcollage an die Weiße Rose, eine Widerstandsbewegung gegen den Nationalsozialismus, gefertigt. Von 1990 bis 2007 war er künstlerischer Leiter der Sommerakademie in Marburg und ist seit 2002 Bühnenbildner für das Theaterforum Kreuzberg.

Sandrine Brasseur (Jahrgang 1979) lebt und arbeitet in Lüttich. Nach ihrer Ausbildung als Grundschullehrerin studierte sie an der Akademie für Handwerksdesign in Aachen und hat das Steinmetzhandwerk u.a. bei der Association Ouvrière des Compagnons du Devoir im französischen Poitiers erlernt.  Im Juli 2013 gründete sie Pierre qui roule, ein Unternehmen für Design und Skulptur.

Der untere Teil des Simon-Parks verwandelt sich in den kommenden Wochen in ein offenes Atelier, wo Lukas Arons, Sandrine Brasseur und Robert Schmidt-Matt ihre Steinarbeiten fertigen werden. Als Werkstoff benutzen sie den regionalen Gilsdorfer Sandstein aus den Carrières Feidt, dem Sponsor von ARTWiltz 2018.

Interessenten können nun live miterleben, wie ein derartiges Kunstwerk entsteht.   Monumentale Stein-Skulpturen im natürlichen Umfeld oder in einer architektonisch besonderen Situation entwickeln eine faszinierende Ausstrahlungskraft. Es ist anders als in einem neutralen Museums- oder Galerieraum. Für den Betrachter wird das Kunsterlebnis nachhaltiger. Die Skulptur wird zum Bestandteil der natürlichen oder urbanen Umgebung. Der renommierte österreichische Stein-Bildhauer Karl Prantl brachte das so auf den Punkt: „Die Begegnung mit so einem Stein in der Landschaft zeitigt ein anderes Erleben: man erlebt auch den Baum, das Gras, das Moos, die Wolken.“

Geführte Besichtigungen

Während des offenen Ateliers im Simon-Park sind vom Kurator Paul Bertemes (mediArt) geführte Besichtigungen und begleitende Aktivitäten wie etwa Künstlergespräche an folgenden Daten an der Arbeitsstelle im Simon-Park vorgesehen:

  • Sonntag, 15.07.2018 um 16:00 Uhr
  • Samstag, 21.07.2018 um 16:00 Uhr
  • Samstag, 28.07.2018 um 16.00 Uhr
Lieu: Simon-Park

Programme CULTUREL

septembre
22
16:00
-----
Concert, Spectacle
5, 7
novembre
23
20:00
-----
Spectacle
7
novembre
24
00:00
-----
Spectacle
7
décembre
07
20:00
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Spectacle
7